Dr. Entezami nimmt Abstand von Unnatürlichkkeit

Dr. Entezami nimmt Abstand von Unnatürlichkkeit

„Nur das Glück zählt“

Dr. Aschkan Entezami unterscheidet sich von vielen anderen Schönheitschirurgen. Für ihn sind nicht die maximalen Ergebnisse entscheidend, sondern die unauffälligsten. Natürlichkeit steht für ihn an erster Stelle. Im Interview mit top-hannover.com hat er seinen Grundsatz erklärt: Nur das Glück zählt.

Herr Dr. Entezami – Warum sollten sich Menschen überhaupt Schönheitsoperationen unterziehen?

Menschen sollten sich nur wegen des Themas Glück operieren lassen. Bei ästhetischer Chirurgie geht es um Veränderungen, die Menschen zufriedener machen. Es geht nicht darum, irgendwelchen Schönheitsidealen hinterher zu rennen oder einen Schönheitswettbewerb zu gewinnen. Es geht nicht um das Schema F, nach dem man zum Beispiel eine bestimmte Körbchengröße haben muss. Manchmal kommt es auch vor, dass man Patientenwünsche so nicht erwartet hätte. Aber es gibt ja diesen schönen Spruch „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.“ Wenn ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, dass Menschen glücklicher sind, dann habe ich etwas erreicht.

Gibt es denn auch Wünsche Ihrer Patienten, die Sie nicht erfüllen?

Es gibt Eingriffe, die ich nicht mache, weil die Risiken gegenüber den möglichen Vorteilen überwiegen. Dazu zählen Po-Implantate, die in Brasilien oft eingesetzt werden, aber sehr komplikationsträchtig sind. Ich mache das, was Sinn macht, vernünftig ist und wovon meine Patienten profitieren.
Auch vom „Overtreatment“ nehme ich Abstand. Ich rate Menschen beispielsweise von zu starken Unterspritzungen oder Brustvergrößerungen ab. Das ist nicht schön, unter dem Strich schadet es den Patienten eher. Bei mir herrscht die Philosophie der Natürlichkeit. Ich sage: „Wenn Sie meine Klinik verlassen, soll niemand den Eingriff bemerken.“ Eine gut gemachte Brustoperation oder Unterspritzung im Gesicht erkennen Sie als Laie nicht – die Schlechten sieht der Laie jedoch sofort. Daher kommt das zum Teil schlechte Image von Unterspritzungen. Ich sage gerne einmal Nein, denn gut aussehende Patienten sind meine beste Werbung. Deshalb kommt es auch vor, dass ich die Patienten sogar bremse und sage „Heute ist noch keine Unterspritzung fällig, Sie sehen super aus. Kommen Sie in drei Monaten nochmal wieder.“
Problematisch ist es auch, wenn sich Patienten vor mich stellen und fragen: „Herr Entezami – was würden Sie an mir verändern?“ Da bin ich immer sehr vorsichtig. Ich finde es ganz wichtig, dass Plastische Chirurgen keine Schablonen aufsetzen oder bestimmte Vorgaben geben. Ich darf nicht zu Ihnen sagen: „Ihr Bauch ist zu groß. Wir sollten Ihnen Fett absaugen.“ Wer das macht, hat seinen Beruf verfehlt! Darin liegt nämlich die Gefahr, die Patienten auf einen Makel aufmerksam zu machen, der sie noch nie gestört hat. Das ist eine große Katastrophe! In so einem Fall würden die Patienten unglücklicher rausgehen, als sie reingekommen sind. Ganz wichtig: Auch ein Schönheitschirurg ist nicht der Richter der Ästhetik!

Gibt es denn auch Fälle, in denen Sie nicht abraten, sondern sogar zu bestimmten Eingriffen raten?

Ja, wenn Patienten mit irgendeiner Stelle an ihrem Körper immens unzufrieden sind. Wenn sie sich nicht mal trauen, eine bestimmte Kleidung zu tragen, weil sie mit einer bestimmten Körperstelle so unzufrieden sind, rate ich tatsächlich zu einem Eingriff. Wenn ein Makel also zu einer wirklichen Einschränkung der Lebensfreiheit führt, sage ich: „Okay, den Weg gehen wir gemeinsam. Wir machen den Eingriff und danach genießen Sie Ihr Leben.“

Adresse:

Klinik am Pelikanplatz
Pelikanplatz 13
30177 Hannover

Tel.: 0511 – 5151240

Homepage: https://www.klinik-am-pelikanplatz.de/

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