Veranstaltung – Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Einmal bitte Minus 160 Grad

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700 Kalorien in drei Minuten verbrennen, Cellulite reduzieren, Muskeln regenerieren oder das Immunsystem stärken: Es gibt viele Gründe, um in eine Eissauna zu gehen. Seit August gibt es den Hollywood-Trend nun auch in Hannover. Das TOP Magazin Hannover hat die Eissauna exklusiv für Sie getestet. 

 

werbung - einmal minus 160 Grad bitte

Zugegeben: Uns zitterten schon die Knie, bevor wir die Minus 160 Grad kalte Kabine am Ernst-August-Platz 10 betraten. Minus 160 Grad??? Wie sollen wir das aushalten??? – fragten wir uns. „Zeigen Sie uns bitte erst einmal die Eissauna und dann entscheiden wir, ob wir sie wirklich testen!“ Dann standen wir schon vor der Kabine, welche aussieht wie eine geräumige Röhre, welche durch eine Türe betreten wird. Innen ist sie ausgestattet mit Turnmatten-ähnlicher Verkleidung, die einen in Schulsport-Zeiten zurückversetzt fühlt. Bei dem Anblick fühlt man sich ein wenig wie in einem Science-Fiction-Film. Gut vorstellbar, dass einen dieses Teil in die Zukunft beamen kann. Das reichte noch nicht aus, um unseren Mut zu finden, also durchlöcherten wir die Betreiber mit Fragen. Simon Duckstein und seine Kollegin von „youthconnection“ beruhigten uns: „Der Körper nimmt nicht wahr, ob es sich um Minus zehn oder Minus 160 Grad handelt. Das Einzige, was er wahrnimmt, ist eine generelle Kälte.“ Ängstlich fragten wir: „Werden wir dann nicht den ganzen Tag zittern?“ Auch diese Angst konnte uns genommen werden: „Nein, im Gegenteil! Danach wird es Ihnen erst so richtig warm werden, da die Durchblutung stark gefördert wird!“ Und erkälten könnten wir uns auch nicht, denn das Immunsystem würde sogar gefördert werden. Und als wir dann erfuhren, dass wir in diesen drei Minuten ganze 700 Kalorien verbrennen würden, waren wir Feuer und Flamme – okay, in Form einer Eisstatur.

Also, rein ins Geschehen! Zuerst entkleideten wir uns bis auf unsere Socken und bekamen spezielle Pantoffeln, damit zumindest die Füßchen warm bleiben. Und danach ging es dann auch schon in die Kabine, die bereits vom Vorgänger kalt war. Panisch fragten wir „Wird das noch kälter??“ Ja, es waren erst Minus 20 Grad. Die Tür wurde geschlossen und plötzlich wurden wir ein wenig hochgefahren bis unser Kopf oben aus der Röhre rausschaute. Klaustrophobiker brauchen also nur die Kälte fürchten. Fraglich, was besser oder schlimmer ist. Und dann ging es ganz schnell los: Nebel stieg auf und wir waren umschlossen von einer Eiseskälte. „Bewegen, bewegen!“, erinnerte uns Simon Duckstein immer wieder und feuerte uns an wie ein Motivationstrainer. Nach zwei Minuten fragte er uns: „Möchten Sie abbrechen oder die drei Minuten vollenden?“ Während Herausgeberin Mehtap Dumlu entschlossen rief „Ich ziehe das durch!“, bricht Redakteurin Josina Kelz ab: Sie hatte den ganzen Spaß auf nüchternen Magen getestet, was dem Kreislauf nicht gut tat. Also bitte vorher mindestens einmal beherzt ins Butterbrot beißen! Zur Beruhigung: Nach dem Austreten aus der Kabine wird der Kreislauf direkt wieder stabilisiert.

Nach der Anwendung wurden wir gelobt: „Herzlichen Glückwunsch Frau Kelz, Sie haben gerade so viel Effekt erlebt, als wären Sie 45 Minuten gejoggt. Frau Dumlu, Sie sind sogar eine Stunde gejoggt!“ SO macht man es einem wohlig warm ums Herz, auch wenn sich die Beine wie gefrorene Stücke Fleisch anfühlen. Doch eins muss gesagt werden: Dass man hinterher nicht friert und es einem sofort wieder warm wird, stimmt! Auch in der Eissauna ist es kein direktes „Frieren“. Es ist eher so, dass nur die Haut friert, während man innerlich schön warm bleibt. Kein Wunder, denn in zwei oder drei Minuten bleibt die Kälte außen. Das ist der Unterschied zum Eisschwimmen, welchem auch positive Effekte wie Hautstraffung oder die Stärkung des Immunsystems nachgesagt werden, so Simon Duckstein. Und man spürt hinterher genau, wie stark die Durchblutung ist. Ja, man kann sagen: Es ist eine Eigenwahrnehmungs-Erfahrung. Hinterher fühlen wir uns tatsächlich direkt straffer. Und ziemlich aufgedreht. Das liegt daran, dass durch die Anwendung viele Endorphine, also Glückshormone, ausgeschüttet werden. Somit ist die Eissauna auch für Depressive zu empfehlen. Auch die Konzentration funktioniert noch am Abend einwandfrei. Und wir fühlen uns wie kleine Helden, die gerade einem Science-Fiction-Abenteuer entstiegen sind. 

Na, neugierig geworden? In unserer Winterausgabe erwartet Sie ein ausführlicher Artikel, wie die Eissauna funktioniert und welche Effekte sie sonst noch so mit sich bringt. Freuen Sie sich also auf November!

 

Text: Josina Kelz

Fotos: Mehtap Dumlu 

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