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Hannover, deine Influencer: Kate alias „unitedwearbykate“

Ihre Inspiration zum Bloggen bekam Kate (auch bekannt als unitedwearbykate) durch andere Fashionblogger, die sie dadurch fasziniert haben ihr eigenes Leben mit der Außenwelt zu teilen. Und so fing auch sie damit an ihren ersten eigenen Blog zu gestalten, in dem sie sich frei entfalten konnte. „Im Prinzip, mein eigenes digitales Tagebuch, das ich so verzieren konnte, wie ich wollte.“, so Kate in unserem Interview. Doch natürlich gibt es für Kate auch noch ein andere Seite neben dem „Blogger-Leben“. Nebenbei befindet sie sich nämlich noch mitten in ihrem Master Studium und ist auch noch mit einer selbstständigen Tätigkeit unterwegs. Im Interview hat sie uns verraten, wie sie das alles meistert und hat uns sogar verraten, was sie von Kommerzialisierung auf Blogs und Instagram hält.

Das Interview mit Kate alias „unitedwearbykate“

Seit wann bist du Bloggerin und wie bist du dazu gekommen?

„Ich blogge seit etwa drei Jahren und dazu gekommen bin ich, als ich durch Instagram auf (Fashion-)Blogger gestoßen bin. Ich fand es einfach toll, wie sie andere Menschen inspirieren und ihr Leben mit ihnen teilen. Dann habe ich auch damit angefangen zunächst Outfitbilder auf Instagram zu teilen. Später habe ich auch meinen Blog erstellt (klicken Sie hier, um zu ihrem Blog zu gelangen). Zu Anfang hatte mein Blog einen ganz anderen Namen – „Muffins & Heels“. Ich weiß, total kitschig! Nun heißer er „United Wear“. Den Blog habe ich aus dem Grunde erstellt, weil ich meine eigene Plattform haben wollte, die ich so gestalten konnte, wie ich es wollte. Im Prinzip, mein eigenes digitales Tagebuch.“

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Foto: Lea Rieke / Lea Rieke Photography

Wie lassen sich deine Selbstständigkeit als Bloggerin, Event- and Social Media Manager, sowie dein Master Studium im Bereich Crossmedia- and Communicationmanagement miteinander vereinbaren? Hast du neben deinen ganzen beruflichen Aktivitäten überhaupt noch Zeit für dein Privatleben?

„Da sowohl mein Studium und meine Arbeit sehr gut aufeinander abgestimmt sind, lässt sich beides unglaublich gut verbinden. Was ich in der Praxis lerne, lässt sich sehr gut im Studium einbringen und was ich im Studium erlerne, erweist sich als vorteilhaft in der Praxis. Eine win-win-Situation. Es ist allerdings in der Tat sehr stressig, denn ich bin oft auf Reisen und befinde mich selten länger als 3 Wochen an einem Stück zu Hause. Zeit für Familie und Freunde habe ich dennoch immer. Meine Arbeit würde ich niemals über sie stellen. Sie holen mich immer auf den Boden und sind der Halt den ich brauche.“

Vor kurzem warst du beruflich auf der Fashion Week unterwegs. Was waren dort deine Aufgaben und wie waren deine Eindrücke? Fühlst du dich wohl in dieser, wie viele behaupten, oberflächlichen Welt?

„Von der Fashion Week an sich habe ich eher wenig mitbekommen, da ich dort gearbeitet habe, haha. Ich war dort auf dem Event „Mode Salon Berlin“ als Leiterin des Produktionsbüros tätig, was im Prinzip bedeutet, dass ich mit einer Kollegin dafür verantwortlich war, dass alles reibungslos verlief – was natürlich wie immer, nie der Fall ist!

Natürlich muss man sich in der Modebranche zunächst einmal an die ständigen Blicke gewöhnen. Man wird durchgehend von den Menschen „gescannt“, denn schließlich sind wir in der Modebranche, nicht wahr? Das war mir zu Beginn immer sehr unangenehm, doch mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Es gehört einfach dazu. Ein selbstbewusstes Auftreten und eine „Ja-ich-weiß-es-ist-Abendkleidung-angesagt-aber-ich-trage-heute-sneaker“-Attitude sind das A und O!“

Du bist gut vernetzt mit Hannovers Influencern. Beispielsweise gehört „lisasfashionbook“ zu deinen engsten Freundinnen. Wie kam es dazu? Kanntet ihr euch schon vorher oder erst durch Instagram? Ist dies ein Vorteil oder kommt es untereinander auch mal zu einem Konkurrenzkampf?

„Liz, wie ich sie immer gerne nenne, und ich haben uns tatsächlich erst durch Instagram gefunden und sind schnell sehr gute Freundinnen geworden. Durch das Bloggen haben wir natürlich eine große Gemeinsamkeit und können uns so bestens gegenseitig unterstützen. Zu einem Konkurrenzkampf kam es allerdings noch nie, ganz im Gegenteil, wir ziehen uns gegenseitig hoch. So nimmt sie mich beispielsweise zu Veranstaltungen mit, zu denen sie eingeladen ist und andersrum. Wir gehören beide zu der Sorte Frauen, die miteinander, anstatt gegeneinander arbeiten.“

Wie sehen deine Zukunftspläne aus? Was möchtest du nach deinem Master machen und an welcher Stelle steht dein Blog?

„Puh, ich kann noch gar nicht sagen, was ich nach meinem Master machen werde. Es gibt so unglaublich viele Optionen. Ich bin nächsten Sommer fertig und wer weiß, was bis dahin noch passiert und wo ich dann stehe. Ich möchte auf jeden Fall weiter als Event & Social Media Managerin tätig sein, denn das ist was ich liebe! Mein Blog ist für mich sehr wichtig und natürlich wäre es ein Traum, das Bloggen zum Hauptberuf zu machen – nur mit der Kommerzialisierung tu‘ ich mich noch etwas schwer, da diese viel Glaubwürdigkeit kostet. Die Leute sind nicht mehr naiv und wissen genau das Blogger bezahlt werden. Dann fragen sie sich: „Ist das nun ihre ehrliche Meinung oder wurde sie bezahlt?“ Deshalb tue ich mich auch so schwer damit, denn ich möchte glaubwürdig bleiben und lehne bis 80% meiner Kooperationsanfragen ab, was viele nicht wissen.

Ich frage mich auch immer bei vielen Produkten, die von den zahlreichen Bloggern und Influencern beworben werden, ob sie diese wirklich nutzen oder das Geld einfach gestimmt hat. Deshalb gehe ich nur Kooperation ein, die zu mir und meinem Blog passen. Klar, dass kann jeder sagen und behaupten tuen dies auch viele Influencer. Obwohl ich die meisten Kooperationen ablehne, fragen sich bei mir bestimmt auch einige, wenn ich mal eine Kooperation eingehe, ob ich nun bezahlt wurde oder nicht. Dabei verliere ich jedes mal Glaubwürdigkeit und diese ist mir so wichtig.

Das wirkliche Bloggen gelangt meiner Meinung nach immer mehr in den Hintergrund. Es kommt mir so vor, als ob nur noch Kooperationen im Vordergrund zu stehen und es wichtig ist, Einnahmen zu generieren. Ganz nach dem Motto: Hauptsache das Geld stimmt! Natürlich ist das Bloggen auch sehr zeitaufwändig und man freut sich, wenn man mal etwas davon hat und es anerkannt wird. Doch wenn der Blog hauptsächlich nur noch aus gesponserten Beiträgen besteht, weiß ich nicht was ich davon halten soll.“

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Wir danken Kate für das tolle Interview und wünschen ihr alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg mit ihrem Blog!

Titelbild: Lea Rieke

Interview: Roya Moslemi

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