Hannover, deine Influencer: Lynn Laura

Hannover, deine Influencer: Lynn Laura

Laura Lynn gehört zu den etablierten Newcomern der Instagram-Szene in Hannover. Innerhalb von anderthalb Jahren sind ihre Follower auf 84.000 Menschen gestiegen. Was sie besonders von anderen unterscheidet: Sie ist zwar der Mittelpunkt ihres eigenen Instagram-Profils, doch ihr Freund spielt eine große Nebenrolle. In Hannover gelten die beiden mittlerweile als #instacouple. Damit spricht Lynn Laura nicht nur junge Mädels auf der Suche nach Fashion- und Beauty-Inspiration an, sondern auch Pärchen. top-hannover.com hat sie interviewt. 

Das Interview mit Lynn Laura

Du hast relativ spät mit Instagram angefangen. Wieso hast du dich noch „so spät“ getraut?

Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich noch kurz etwas loswerden: Ich freue mich total, ein Interview für Hannover zu führen. Es ist ein tolles Gefühl, der Heimat ein wenig über mich zu erzählen. Nun zu der Frage: Für manche Dinge im Leben ist es niemals zu spät – wenn man etwas wirklich möchte. Jedoch mochte ich Instagram anfangs ehrlich gesagt nicht so richtig. Allerdings habe ich immer gerne Fotos gemacht. In der vielen Freizeit während meines Studiums konnte ich dieses Hobby komplett ausleben. Dass die Instagram-User sich für meine Fotos interessierten, hat mich motiviert, weiterzumachen. Doch das war nicht meine einzige Motivation: Ich hatte damals witzige Ziele, zum Beispiel eine Tee-Kooperation. (lacht) Das sieht heute natürlich ganz anders aus.

Wie hast du es geschafft, innerhalb eines Jahres so viele Follower zu gewinnen?

Zeit ist der wichtigste Faktor, um Erfolg auf Social Media-Kanälen zu haben. Man muss immer genügend Content für seinen Feed zur Verfügung stehen haben. Besonders mit einem Vollzeit-Job ist das sehr schwierig. Aufgrund meiner verfügbaren freien Zeit habe ich Instagram von vorne bis hinten analysiert und konnte einen Plan entwickeln. Mit der gezielten Umsetzung haben mir relativ schnell 60.000 Menschen gefolgt. Leider hat Instagram letztes Jahr neue Features eingebaut, die das Wachstum deutlich verlangsamt haben.

Dein Stil hat sich im Laufe des Jahres verändert. Wie kam es dazu?

Ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch. Mir war klar: Umso weiter ich komme, desto mehr muss ich bieten. Ich habe mir ständig andere Instagram-Profile angeschaut und mir Impressionen geholt, wie mein eigenes besser aussehen könnte. Dabei hat sich eine Vorliebe herauskristallisiert, auf die ich dann hingearbeitet habe. Doch das war ein Prozess und der ist auch deutlich im Zeitverlauf meines Instagram-Profils zu erkennen. Ich habe immer mit einer anderen Belichtung, Kontrast oder Sättigung gearbeitet. Aber das Wichtigste, was ich erstmal begreifen musste: Es ist nicht nur Perfektion gewünscht, sondern vor allem Persönlichkeit. Deshalb sollte man ab und zu auch ein spontanes Bild teilen. Das schafft Authentizität und Natürlichkeit.

Heute erinnert der Stil deiner Fotos an die großen Influencer wie xeniaoverdose. Wie bekommst du das hin?

Das sehe ich als großes Kompliment! Ich habe Xenia sogar mal gefragt, welchen Filter sie benutzt, aber keine Antwort erhalten. Vielleicht ärgert sie sich ja heute wenigstens ein bisschen (lacht). Ich denke, es ist super wichtig, seinen eigenen Stil zu finden. Aber noch wichtiger ist es, ehrlich bei der Sache zu sein – und zu bleiben! Ich wechsle zwischen fünf verschiedenen Programmen für meine Bilder. Wenn man gefragt wird, welchen Filter man benutzt, sollte man nicht schweigen. Diese Menschen folgen einem immerhin, weil sie deine Bilder toll finden und sich vielleicht ähnliche Fotos wünschen. Dabei sollte man sie unterstützen – schließlich unterstützen sie einen ja auch! Das handhabe ich übrigens mit allen Fragen meiner Follower so und nicht nur beim Thema Fotos.

Dein Freund hat auch relativ viele Follower. Ist sein Interesse an Instagram durch dich geweckt worden oder habt ihr gemeinsam damit angefangen?

Ich erinnere mich genau an diesen Tag: Wir hatten beide Langeweile. Also habe ich zu ihm gesagt: „Fahr nach Hause und hol so viele Outfits wie du kannst. Wir machen jetzt Fotos für dein Instagram!“ Dann haben wir den ganzen Tag gemeinsam draußen verbracht und ganz viele Bilder gemacht. Es hat uns beiden so viel Spaß gemacht, dass es nun ein gemeinsames Hobby von uns geworden ist.

Laura Lynn Peters und Dominic HartmannWie ist es, ein „Instacouple“ zu sein?

Ich denke, es ist besser, wenn beide bei Instagram aktiv sind und verstehen, wie es dort abläuft. Vor allem ist es wichtig, dass beide erkennen, wie viel Arbeit dahinter steckt. Würde nur einer im Netz aktiv sein, könnte das dem Partner irgendwann auf die Nerven gehen. Die Nachrichten, das Pensum von Paketlieferungen, Zeitdruck, das ständige Fotos machen – das alles muss man schon mögen. Ebenfalls muss man vom Charakter her einfach ein bisschen dafür geschaffen sein, der oberflächlichen Welt mit einem dicken Fell entgegen zu treten und gleichzeitig so stark zu sein, seine eigene Persönlichkeit nicht im Netz zu verlieren. Dafür ist ein Partner, der all diese Kleinigkeiten versteht, die allerbeste Stütze. Ohne Dominic – und meine Familie! – wäre ich bestimmt noch lange nicht da, wo ich heute bin.

Habt ihr gemeinsame Instagram-Ziele?

Das größte gemeinsame Ziel haben wir wohl schon damit erreicht, dass ihr uns „Instacouple“ nennt (lacht). Wir wollten, dass die Leute wissen, dass wir zueinander gehören. Im Netz kann man viele Auseinandersetzungen verhindern, wenn man den Partner nicht versteckt. Außerdem wollten wir gemeinsame Kooperationen mit Unternehmen abschließen. Das machen wir mittlerweile auch ziemlich erfolgreich. Ein weiteres Ziel wäre, die ganze Welt gemeinsam zu bereisen und die Menschen an unseren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Aber eins nach dem anderen.

Interview: Josina Kelz

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