Hannover, deine Influencer: Michelle als „It’s Goldie“

Hannover, deine Influencer: Michelle als „It’s Goldie“

Michelle Rössel ist als Bloggerin unter dem Namen „It’s Goldie“ bekannt. Trotz einer vergleichsweisen niedrigen Followerzahl bei Instagram, wird sie für tolle Kooperationen gebucht. Das liegt vor allem an ihrem sehr hochwertigen Blog. Als „Medienkommunikation und Journalismus“-Studentin weiß sie genau, worauf es bei einem Blog ankommt und beherrscht nebenbei die Bild- und Schriftsprache. In unserer Serie „Hannover, deine Influencer“ wollten wir unter anderem wissen, was hinter ihrem Namen „It’s Goldie“ steckt. 

Hannover, deine Influencer: Michelle als "It's Goldie"Das Interview mit Michelle als „It’s Goldie“

Wieso nennst du dich „It’s Goldie“ ?

Bevor ich mich auf „It’s Goldie“ festgelegt habe, hatte mein Blog im Laufe der Zeit einige Namen. Ich habe 2010 mit dem Bloggen begonnen. Damals war ich 14 Jahre alt und habe mich hauptsächlich für Fotografie interessiert. Mit den Jahren haben mein Blog und ich uns verändert – hin zu meiner Liebe für Mode, Lifestyle und Beauty. Der alte Name schien nun nicht mehr passend, ein „Cut“ musste her. Es sollte neu, spannender und professioneller werden. Goldie war zu der Zeit schon mein Spitzname, den mir meine damalige Mitbewohnerin aufgrund meiner blonden Haare gegeben hatte. Mir gefiel er gut und so war er bei der Namensfindung meine erste Wahl.

Wie unterscheidest du dich von anderen Bloggern?

Ich denke, ich unterscheide mich von vielen anderen Bloggern durch meine Wissensgrundlage. Natürlich ist auch mein Stil oft etwas bunter, rockiger oder ausgefallener, ganz im Gegensatz zum momentan angesagten Minimalismus. Doch was mich wirklich unterscheidet ist vermutlich auch das, was hinter den Kulissen passiert. Ich betrachte meinen Blog nicht nur als mein Hobby, sondern auch als mein eigenes Gewerbe. Damit meine ich nicht den Faktor „Geld“, sondern dass ich meinen Blog so wichtig und ernst nehme wie einen Job.

Hast du Vorbilder?

Ich bin zum Beispiel ein riesiger Fan von Farina alias „novalanalove“. Ich liebe ihre Einstellung und wir haben einen ähnlichen Stil. Farina beweist, dass man auch ohne Size Zero und mit einer weiblichen Figur sehr erfolgreich als Influencer sein kann, und dass man sich nicht immer zu ernst nehmen sollte. Sie ist definitiv jemand, der mich motiviert und zu dem ich heraufschauen kann.

Du hast sehr hochwertige Fotos, aber noch vergleichsweise „wenige“ Follower. Was denkst du, woran das liegt?

Schaut man nur auf meinen Instagram-Account, so habe ich mit 12.0000 Followern vielleicht weniger Follower als die „großen“ Instagrammer. Allerdings ist mein Hauptkanal nach wie vor mein Blog, in den ich viel Zeit und Herzblut investiere. Ich bin sehr zufrieden mit der Performance meines Blogs und dem Feedback, das ich von meiner Community bekomme. Mit Instagram habe ich relativ spät begonnen und bin gerade erst dabei, mich dort auf meinen Account zu konzentrieren und ihn weiter aufzubauen. Beide Kanäle gleichzeitig professionell zu bedienen ist sehr schwer. Deswegen habe ich mich dafür entschieden, erst den Blog zu meiner Zufriedenheit aufzubauen und meine Kräfte danach vermehrt in Instagram zu stecken. 10.000 Follower war meine erste Hürde, nun sind wir schon 12.200 Follower. Und ich bin schon gespannt, was die Zukunft bringt!

Du studierst Journalismus. Denkst du, das bringt dir für deinen Blog einen Vorteil?

Den Blog habe ich ja bereits vor dem Studium gestartet, allerdings hatte ich immer den Wunsch, das Thema Journalismus und PR noch auf professioneller Ebene anzugehen und mehr zu lernen. Durch mein Studium in „Medienkommunikation und Journalismus“ und vergangene Praktika habe ich einiges an Erfahrungen und Hintergrundwissen im Bereich Journalismus und PR sammeln können, welches ständig im Blogging-Alltag und auf Events Anwendung findet. Ich kenne beide Seiten: Die der Influencer und die der Unternehmen, und kann mich bei Kooperationen sehr gut in den Auftraggeber hineinversetzen. Außerdem hilft mir mein Studium nicht nur beim Schreiben oder Recherchieren, sondern besonders beim Networking auf Events, beim Verhandeln und beim Entwickeln neuer Konzepte, Ideen und Aufträge. Auch durch mein Praktikum habe ich gelernt, wie ich Briefings schreibe und die Dinge ins Rollen bringe. Also ja, mein Studium ist definitiv ein Vorteil!

Hast du also Journalismus studiert, um das Bloggen zu professionalisieren?

Das Studium habe ich nicht wegen meines Blogs begonnen, sondern wegen meiner Leidenschaft für’s Schreiben, Fotografieren, Filmen, Forschen und Recherchieren. Journalismus hat mich schon immer gepackt und gefesselt, egal ob TV-Journalismus, Print  oder Radio. Und PR war für mich immer eine geheime Welt, in die ich einmal eintauchen wollte.

Interview: Josina Kelz 

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