Hannoveraner plaudern aus dem Nähkästchen

Hannoveraner plaudern aus dem Nähkästchen: „BEAUTY-PANNE“

Es ist Donnerstag und dass bedeutet es ist wieder Zeit für „Hannoveraner plaudern aus dem Nähkästchen“. Diesmal haben wir nur Hannoveranerinnen befragt, denn diese Woche lautet das Thema „Beauty-Panne“. Ob ein Reinfall beim Friseur oder eine Spritze zu viel beim Beauty-Doc, wir wollten wissen was die größte Beauty-Panne unserer Hannoveraner Mädels war. Deshalb haben wir mal wieder in der Vergangenheit unserer Hannoveraner herum gestöbert und was dabei herauskam, erfahren Sie hier.

Hannoveraner plaudern aus dem Nähkästchen: MichelleMichelle alias It’s Goldie, Studentin & Bloggerin

Meine größte Beauty-Panne hatte ich vor ungefähr 1,5 Jahren bei einem Friseur in Hannover. Eigentlich sollten meine Haare Roségold gefärbt und anschließend mit großen Rundbürsten zu Locken à la Victoria’s Secret geföhnt werden. Ich gehe also voller Vorfreude in den Salon und werde dort von dem Geschäftsführer begrüßt, der sich am diesem Tag um meine Haare kümmern will. An dieser Stelle hätten schon meine Alarmglocken klingeln müssen: Nicht ich und meine Haarwünsche standen im Fokus, sondern der Friseur mit seiner Lebensgeschichte und seinem unglaublichen Talent. Schön und gut – er wird wissen, was er tut.

Nach dem Spitzenschneiden gab er mich zum Färben und Föhnen an einen anderen Mitarbeiter ab. Dieser war gerade erst nach Deutschland gekommen und konnte sich daher nicht mit mir unterhalten. Ist ja kein Problem, der Geschäftsführer erklärt ihm, was er mit meinen Haaren tun soll. Dass er dabei schon einen neuen Plan für meine Haare hatte, teilte er mir leider nicht mit. Ich ließ meine Haare weiter färben und wurde so langsam skeptisch. Ich sprach mit einer Mitarbeiterin und erklärte ihr nochmals meine Wünsche. Ihre Antwort war ein kleinlautes „Du musst abwarten!“ und „Es wird gut aussehen!“, mit dem Blick vom Geschäftsführer im Nacken.

Beim Föhnen und der Rückkehr zum Spiegel dann der Schock: Meine Haare waren nicht Roségold, wie ich es mir gewünschte habe, sondern gesträhnt mit dicken Balken wie ein Zebra. Die Locken à la Victoria’s Secret gab es auch nicht. Stattdessen ähnelten meine Haare einer 80er Jahre Powerwelle. Meinen Schock konnte man mir natürlich auch ansehen, doch die Mitarbeiter versammelten sich zusammen mit dem Geschäftsführer um mich herum und stummelten wenig glaubwürdige Phrasen wie „Wow, sieht das toll aus!“ und „So tolle Locken!“. Das Ende der Geschichte? Ich habe bis heute kaum Vertrauen in Friseure und bin immer noch auf der Suche nach dem perfekten Salon.

Daniela Schmitz, Geschäftsführerin von Coolini Lovt

Hannoveraner plaudern aus dem Nähkästchen: Daniele SchmitzFrauen wollen immer schnell gut aussehen und da der Weg auch für „professionelle“ Beauty’s zur Kollegin manchmal zu weit ist, wird oft mal selbst schnell Hand angelegt. Also legte ich los und nahm mir meine Augenbraun vor. Dass man aber in der Hektik schnell mal das Begonnene vergisst, gehört eben auch dazu und so wurden aus gewünschten leicht betonten Brauen eher schwarze Balken inklusive unregelmäßiger Hautbemalungen. Was soll’s, dann wird man eben kreativ und so bekommt man einen frisch geschnittenen Pony obendrein. Wenn dann noch alle sagen, du siehst heute aber toll aus, hat man alles richtig gemacht und eine Beauty-Panne zum neuen Look kreiert.

Doch das war’s noch nicht mit meinen Geschichten zum Thema „Beauty-Panne“. In einem Beauty-Institut gibt es immer mal wieder kleinere Beauty-Pannen und es ist immer wieder gut, wenn die Kundin diese nicht direkt als solche wahrnimmt. Das können mal vergessene Tonics sein, oder die Maskenzeit zu über- oder unterschreiten, sowie auch das vergessene Puder als feinen Abschluss. Ab und an ist es auch mal der zu gut gemeinte und oft überdosierte Pflege-Booster. Nach dem Motto: Viel hilft viel, was letztlich zum lustigen „Krümel-Finish“ mutiert ist. Das sorgt für eine Menge mehr Aufwand und ruiniert schnell das schöne Make-Up Finish. Das Ganze kann man dann schon aus Schmunzelgründen nicht ganz umkommentiert lassen. Es heißt dann einen kühlen Kopf zu bewahren und einfach den Pflege-Step dezent zu wiederholen. Wenn dann die Kundin bereits am Ausgang ist und man vielleicht ganz leichte Krümel noch am Haaransatz oder Ohr sieht, einfach strahlend verabschieden und hoffen das es kein anderer sieht.

Nicole Jeanne Grobosch, Model & Studentin

Im Alter von 16 Jahren hatte ich den spontanen Wunsch nach einer schönen braunen Haut, da ich unbedingt super frisch auf der Hochzeit einer Bekannten aussehen wollte. Dann begann ich abzuwägen: Selbstbräuner oder doch lieber ins Solarium schmuggeln? Ein Tag vor der besagten Hochzeit beschloss ich dann einfach beides auszuprobieren.

Hannoveraner plaudern aus dem Nähkästchen: Nicole GroboschAlso ging ich mit meiner besten Freundin und dem Ausweis ihrer Schwester und ihrer Cousine ins Solarium. Der Plan ging auf: 20 Minuten künstliche Bräune auf stärkster Stufe. Als ich dann wieder zu Hause angekommen bin, war ich der Meinung, ich sei immer noch viel zu blass. Deshalb kam noch zusätzlich der Selbstbräuner zum Einsatz. Wie heißt es doch so schön? Doppelt hält besser! Dachte ich zumindest…

Ich ging also mit einem super Gefühl, alles richtig für meinen schönen Teint gemacht zu haben, ins Bett und mitten in der Nacht begann das Grauen. Ich konnte kaum noch auf meinem Rücken liegen. Alles hat gespannt und gebrannt! Selbst die Bettdecke brannte wie Feuer auf meiner Haut. Erschrocken lief ich ins Bad und musste entsetzt feststellen, dass ich nicht nur knallrot und verbrannt von meinem Solariumbesuch war, sondern auch überall orangene Flecken vom Selbstbräuner bekommen habe. Auch meine Hände und Ellenbogen sahen schrecklich verunstaltet aus. Am Abend zuvor gefühlt wie eine Erwachsene, musste ich Nachts wie ein kleines Mädchen bei Mama und Papa im Schlafzimmer um Trost und Rat bitten. Beide waren natürlich total wütend auf mich, aber letztendlich versorgten sie mich mit vielen kühlen Umschlägen.

Am nächsten Morgen hoffte ich auf Besserung , aber eigentlich hat alles nur noch mehr gebrannt. Also ging es mit Fieber und rotem Körper zum Arzt. Da ich die Hochzeit allerdings nicht verpassen wollte, gingen wir anschließend auch noch dort hin. Die Fotos von der Hochzeit mag ich mir bis heute nicht anschauen. Da half auch das schönste Kleid nicht. Meine größte Beauty-Panne und Lehre fürs Leben zugleich!

Lynn Laura, Studentin & Bloggerin

Hannoveraner plaudern aus dem Nähkästchen: LynnIch kann mich daran erinnern als wäre es gestern gewesen: Mit 16 bin ich in Kanada zur Schule gegangen. Vor meinem Aufenthalt hat mir meine Mutter eine Zeit lang meine Haare selbst gefärbt. Ich wollte das natürlich beibehalten und somit hat meine liebe Mutter mir immer einmal im Monat mein Bleichmittel geschickt. Nur habe ich die Anwendung knallhart alleine durchgeführt. Während ich mir also schön jeden Monat meine Haare gebleicht habe, gab es auch noch tolle neue Shampoos in Kanada die ich zeitgleich ausprobieren musste. Dummerweise wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, was Shampoo mit Farbe anstellen kann, wenn man sich die Haare blondiert. Das Shampoo war blau, und meine Haare nach einer Weile grün. Ausgerechnet am Hinterkopf wo ich es natürlich nicht sehen konnte, bis meine Gastmutter mich endlich darauf aufmerksam gemacht hat. Bis wir das Problem gefunden haben hat es aber ein wenig gedauert. Ich will nicht wissen wie lange meine Haare grün waren. Auch das Bleichmittel wollte mich am Ende nicht ganz in Frieden lassen. So habe ich nach einer Weile beim Kämmen immer ein paar Haare mehr in meiner Brüste gehabt. Als ich aus Kanada zurück kam, hatte ich mittig eine riesige Lücke, da alle Haare einfach abgebrochen waren. Schön dass ich noch rechts und links einige Strähnen über hatte, denn so konnte ich dann mit einem Zopf das Fiasko erst einmal kaschieren.

Hannoveraner plaudern aus dem Nähkästchen: Donya Rahmani Donya Rahmani, Kosmetikerin

Vor einigen Jahren gab es in der Drogerie „Duo-Wimperntusche“ von verschiedenen Marken zu kaufen. „Duo“, da eine Seite aus einer Bürste mit weißer Konsistenz bestand, welche für das Volumen der Wimpern sorgte. Die andere Seite bestand aus einer Bürste mit schwarzer Konsistenz für das perfekte Finish. Im Prinzip also völlig unnötig, aber diese neue Art Mascara wurde als tolle neue Produkt-Innovation vermarktet, sodass ich als Kosmetik-Konsum-Opfer diesen natürlich sofort ausprobieren wollte. Also ging ich in die nächste Drogerie und kaufte mir einen dieser tollen Mascara. Anfangs war ich auch sehr zufrieden, bis ich mich eines Tages mit einer Freundin zum Kaffee trinken verabredet habe. Ich war ohnehin schon spät dran und hatte deshalb nicht mehr viel Zeit für mein Make-Up. Schnell, hier und da etwas gemacht, dann musste ich auch schon los laufen, um die Bahn zu kriegen. Als ich angekommen bin, hat meine Freundin bereits am Kröpcke gewartet. Ich kam auf sie zu, um sie zu begrüßen und als sie mich sah, war das erste was sie sagte: „Wieso sind deine Wimpern weiß, ist das jetzt Trend?“ Erst war ich völlig verwirrt und dachte: „Was meint sie denn jetzt?“. Dann ist mir eingefallen, dass ich vergessen habe die zweite Seite mit der schwarzen Konsistenz vom Mascara aufzutragen. Zum Glück hat meine Freundin mich darauf angesprochen, sonst wäre ich noch den ganzen Tag mit weißen Wimpern rumgelaufen.

Text: Roya Moslemi

 

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