Jacqueline Graba – Von Hannover nach Bali

Model Jacqueline Graba – Von Hannover nach Bali

Von Hannover nach Bali – Die junge Hannoveranerin Jacqueline Graba (19) hat den Durchbruch geschafft: Sie ist als internationales Model tätig. Wenn sie mal nicht in Hannover ist, reist sie um die Welt und steht für zahlreiche Fotografen und Marken als Model. Erst neulich war sie für eine längere Zeit in Bali als Model tätig. Seit kurzem ist sie wieder in Hannover und wir haben die Chance ergriffen und sie nach einem Interview gefragt, womit sie sofort einverstanden war. Model-Allüren? Keine Spur! Wir haben Jacqueline Graba als sympathisches und bodenständiges Mädchen kennengelernt.

Das Interview mit Jacqueline Graba

Liebe Jacqueline – Du bist ein sehr erfolgreiches Model. Wie bist du dazu gekommen?

„Erstmal vielen Dank für das liebe Kompliment. Geplant war das nie. Als ich jung war habe ich oft von Freunden und Familie gehört, dass ich einmal Model werde. Aber ich selber habe daran nie geglaubt. Denn mein Selbstbewusstsein war damals kaum vorhanden: Ich befand mich in der Pubertät in einer schwierigen Lage und hatte ganz schlimme Akne. In der Schulzeit galt ich immer als Einzelgänger und war schüchtern und verängstigt, da ich von meinen Mitschülern gemobbt wurde. Es war keine leichte Zeit für mich.

Jacqueline Graba - Von Hannover nach Bali

Foto: Jason Siegel

Irgendwann kam dann der Wendepunkt: Mein Vater ist Ernährungsexperte, wodurch ich anfing mich mit einer gesunden Ernährung auseinanderzusetzen. Mein Hautbild begann sich zu wandeln und ich fing an Sport zu treiben. Dadurch, gewann ich an Selbstbewusstsein. Ich richtete mir ein Instagram-Profil ein und veröffentlichte meine überbelichteten Selfies, haha. Zudem fokussierte ich mein Profil auf das Thema Fitness. Dadurch wurde das Online-Magazin „Fizzy Mag“ auf mich aufmerksam und lud mich zu einem Shooting ein. Ahnungslos und mit zitternden Knien, begleitet von meinem besten Freund Jonas fuhr ich also nach Hamburg. Am Ende des Shootings bekam ich sehr viel Lob, was mich unheimlich freute. Ich wurde gefragt, bei welcher Agentur ich unter Vertrag wäre. Darauf entgegnete ich verwirrt: „Agentur? Eine Werbeagentur, oder wie?“. Damals wusste ich noch nicht, dass Models bei Agenturen sind. Alles war Neuland für mich und ich kannte das Modeln nur aus dem Fernsehen, von „Germanys next Topmodel“. Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich etwas dagegen hätte, wenn man mich einer Agentur vorschlagen würde. Ohne mir viel davon zu versprechen, war ich einverstanden.

Hop oder Top mit Wolfgang Kriese Standart Marken oder exklusive Marken? Tennis oder Golf? Rund oder Eckig? Rotwein oder Weißwein? Klassisch oder ausgefallen? Karibik oder Balearen? Großes Unternehmen oder kleines Geschäft? Wolfgang Petry oder Helene Fischer? Kontaktlinsen oder Brillen? Hemd oder T-Shirt?

Foto: Lina Tesch

Einige Wochen später, als die Angelegenheit schon in die tieferen Regionen meines Hirns rutschte, bekam ich eine E-Mail von meiner heutigen Mutteragentur „Modelwerk“. Sie luden mich zu einem Vorstellungsgespräch ein. Alles verlief gut und ich verzeichnete den Vertrag. So wurde der Grunstein meiner Modelkarriere gelegt. Damals war ich 16 Jahre alt und noch Schülerin, was sehr stressig war. Ich habe es aber trotzdem geschafft. Nach dem Abi habe ich angefangen das Modeln hauptberuflich auszuüben.

So viel zu meiner bisherigen Karriere. Um aber auf die Frage zurückzukommen, ich habe Instagram, Fizzymag und meinen liebevollen Eltern, die mich immer in allen Dingen unterstützen, meinen Erfolg zu verdanken. Sie sind der Grund dafür, dass ich heute da stehe wo ich bin.“

Griechenland, Spanien, Portugal und vor kurzem Bali – Du bist ein sehr gefragtes, internationales Model. Wie ist es als Model um die Welt zu reisen?

„Ehrlich, ich könnte mir nichts besseres vorstellen. Reisen, nicht wissen was morgen ist, dass ist was mich anzieht. Wir verbringen doch die meisten Tage gleich, haben die gleiche Routine, die gleichen Gedanken und Mitmenschen um uns. Das Modeln ist ein toller Beruf und ich bin sehr dankbar, diesen Beruf ausüben zu können. Dennoch ist es ein „Beruf“. Viele stellen sich das so vor: Gratis-Urlaub und Freizeit ohne Ende. Die Realität ist da ferner. Man muss dafür geschaffen sein und diesen Job mögen, Stress abkönnen, sowie ganz viel Geduld besitzen.“

Jacqueline Graba - Von Hannover nach BaliWie sieht der Alltag eines Models aus? Kommst du noch häufig nach Hannover?

„Unterschiedlich. Mal hast du drei Jobs hintereinander, mal eine Woche frei. Es kommt natürlich auch auf den Markt an, indem man arbeitet. Ja ich bin noch oft in Hannover. Hier wohne ich und hier komme ich immer wieder zurück, denn hier sind meine Wurzeln. Ich bin in Hannover geboren. Es ist meine Heimat. Meine ganze Familie kommt aus Polen und ich verbrachte einen großen Teil meiner Kindheit dort, doch zur Schule und in den Kindergarten ging ich hier. Hannover ist eine schöne Stadt. Dennoch würde ich in der Zukunft gerne woanders leben. Ich mag es nicht lange Zeit an einem Ort zu sein.“

Du hast auf Instagram eine hohe Reichweite. Liegt das an deiner Bekanntheit als Model oder an deinen Fotos?

Jacqueline Graba - Von Hannover nach Bali

Katerina Morozova

„Auf Instagram bin ich schon seit fünf Jahren aktiv (klicken Sie hier, um auf ihr Profil zu gelangen). Vor fünf Jahren war ich jedoch noch kein Model, deswegen würde ich behaupten, dass der Anstoß durch meine Bilder kam. Damals lud ich noch viele Selfies hoch, wovon ich heute nicht mehr so der Fan bin. Heute lad ich alles hoch was mir gefällt, vorallem viele Fotos meiner Shootings. Ich achte viel mehr auf meinen Content und dass mein Profil einheitlich aussieht.
Einige Zeit später folgten mir natürlich auch Personen, die ich durch das Modeln kennengelernt habe. Beispielsweise Teams, mit denen ich zusammengearbeitet habe, Fotografen oder andere Models. Instagram ist generell eine tolle Plattform, um sich Inspirationen zu holen. Ich selber folge vielen Fotografen und auch anderen Models, die mich durch ihre Bilder auf neue Ideen bringen. Jedenfalls denke ich, dass ich meine Reichweite durch mehrere Faktoren bekommen habe. Teilweise auch durch das Modeln. Als Influencer sehe ich mich jedoch nicht. Ich finde es aber schön, wenn Menschen meinen Lifestyle gut finden, meinen Style oder vielleicht auch meine Art zu denken.“

Was sind deine Pläne für die Zukunft? Möchtest du dir neben dem Modeln ein zweites Standbein aufbauen?

https://www.instagram.com/hitheroad/„Meine Pläne für die Zukunft? Mein Plan ist es, weiterhin glücklich zu bleiben und das Glück zu maximieren. Ein zweites Standbein möchte ich mir definitiv aufbauen. Neben dem Modeln, fotografiere ich auch leidenschaftlich gerne. Vielleicht würde ich mich in diese Richtung weiterentwickeln. Im Moment ist es jedoch nur ein Hobby. Vor kurzem erst habe ich ein neues Instagram-Profil @hitheroad angelegt, um dort zukünftig meine Fotografie zu präsentieren.

Zudem würde ich auch gerne studieren, jedoch ist mein Wunsch zu reisen größer. Solange mich auch noch keine Verpflichtungen festhalten, möchte ich das gerne ausnutzen und die Welt sehen. Ich möchte meinen Horizont erweitern, neue Dinge entdecken, neue Bekanntschaften schließen und ferne Orte besuchen. Ich möchte mich gern verloren fühlen, um mich dann wiederzufinden. Und was eine spezielle Fachrichtung angeht, da tu ich mich ganz schwer. Astronomie interessiert mich, Marketing aber auch. Wie man sehen kann, bin ich ein eher verwirrter Mensch. Ich möchte gern so viel machen und habe manchmal das Gefühl, dass das Leben dafür zu kurz ist.“

 

Vielen Dank Jacki für das tolle Interview! Wir wünschen dir noch viel Erfolg mit dem Modeln und dass du noch die ganze Welt bereisen wirst!

Interview: Roya Moslemi

Teilen Sie etwas Neues mit:

×