Shino Capposhino – 4

Shino Cappushino – Vom Model zum Fotografen

Zu Anfang begann alles für Shino Cappushino vor der Kamera – als Model. Schnell entdeckte er aber sein Talent, als er anfing, seine eigenen Bilder zu bearbeiten. Dies blieb auch bei anderen nicht unbemerkt. Er hat den richtigen Blick für das perfekte Foto und so kam das Eine zum Anderen. Er griff selber zur Kamera mit steigendem Erfolg. „Ich muss gestehen, dass es nie mein Wunsch oder Traum war beruflich Fotos zu machen“, so der junge Fotograf. Heute zählt er zu den bekanntesten und erfolgreichsten Fotografen Hannovers. Er arbeitet sogar mit ehemaligen Germany’s Next Topmodel Kandidatinnen, oder fotografiert für bekannte Marken wie „Otto“ oder „About You“. Wir haben Shino nach seiner Erfolgsgeschichte gefragt.

Das Interview mit Shino Cappushino

Wie bist du zu dem Beruf Fotograf gekommen?

„Die meisten würden jetzt antworten, dass sie bereits als Kind gern mit der Kamera vom Papa gespielt haben. Meine ersten Berührungspunkte mit der Fotoszene hatte ich jedoch auf der anderen Seite der Kamera, und zwar als Model. Ich wurde von einem Fotografen angesprochen, ob ich nicht Lust hätte ein Shooting mit ihm zu machen. Damals war das schon recht ungewöhnlich und nicht so weitverbreitet wie heute, vor allem als Mann. Ich stimmte zu und mit der Zeit ergaben sich deutschlandweit Shootings. Zeitgleich fing ich an meine eigenen Bilder zu bearbeiten und zu experimentieren. Normalerweise mögen es Fotografen gar nicht, wenn die Models die Bilder bearbeiten, aber ich schien nicht ganz untalentiert zu sein. Somit waren die Fotografen einverstanden, oder wünschten sich das sogar.

Der nächste Schritt auf meinem Weg zum Fotografen begann, als ich einen befreundeten Fotografen zu einem Shooting mit zwei Models als Unterstützung begleitete. Dieser Fotograf hatte zufällig noch eine zweite Kamera dabei, mit der ich während des Shootings ebenfalls ein paar Bilder gemacht habe. Dadurch lernte ich die andere Seite der Kamera kennen und ich fing an diese Seite lieber zu mögen, da man das Bild bis zum endgültigen Ergebnis, nach seinen Wünschen formen kann.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie stolz ich auf das Ergebnis jedes Bildes war. Dieses Gefühl hat man als Model zwar auch, aber den Großteil davon hat der jeweilige Fotograf geleistet. Also war es nur noch eine Frage der Zeit und des Geldes, bis ich mir meine eigene Kamera zugelegt habe. Dadurch das ich in der Zeit als Model bereits viele Kontakte zu anderen Models knüpfen konnte, ging alles Weitere sehr schnell. Das erste Shooting hatte ich bereits nach zwei Tagen, das nächste nach einer Woche. So geht das nun seit bereits sechs Jahren. Ich muss jedoch gestehen, dass es nie mein Wunsch oder Traum war beruflich Fotos zu machen, aber ich will mich nicht beklagen.“

Shino Cappushino Photography

Von Fashion, Akt bis zu Momentaufnahmen. Du bist sehr vielfältig. Welche Motive fotografierst du am liebsten?

„Zu 99% fotografiere ich Menschen in besonderen Situationen, ob für Hochzeiten, Veranstaltungen, Online Shops, Magazine, Kalender und vieles mehr. Meine liebsten Motive sind aber diese, wo ich komplett freie Hand habe. Von der Auswahl des Models, der Location bis hin zum Styling. Dabei verändert sich meine Richtung und mein Geschmack ständig. Momentan entferne ich mich ganz bewusst von den eher freizügigen Bildern und versuche etwas natürlichere Situationen einzufangen. Ich denke die Veränderung und den Wandel kann man auf meinem Instagram Account (klicken Sie hier, um zu seinem Profil zu gelangen) gut nachvollziehen.“

Shino Cappushino Photography

Mit welchen bekannten Marken arbeitest du zusammen?

„Ich bin super schlecht darin mir sowas zu merken, aber Namen die jeder kennen sollte und mir auf anhieb einfallen sind „Otto“, „Lavera“ oder „About You“. Allerdings freue ich mich auch über die Zusammenarbeiten mit regionalen und kleineren Marken, mit denen ich bisher zusammenarbeiten durfte oder werde.“

Welche bekannten Models hast du bereits fotografiert?

„Oh Gott, das kann ich mir erst recht nicht merken. Meine beste Freundin und ehemalige GNTM Kandidatin Louisa Mazzurana steht auf der Liste ganz weit oben. Relativ aktuell habe ich auch die 2. Platzierte Hanna Bohnekamp und 10. Platzierte Wioleta Psiuk von GNTM fotografiert. Mit diesen drei Models plane ich zur Zeit einen Workshop für Fotografen, daher fallen die mir gerade als Erstes ein.“

Shino Cappushino und Louisa Mazzurana

Shino und Louisa

Neben Louisa Mazzurana findet man unter deinen Fotos noch andere bekannte Gesichter. Du arbeitest nämlich auch mit Influencern zusammen. Wie bist du dazu gekommen?

„Die Zusammenarbeit mit Influencern ist eigentlich ein Nebeneffekt aus der Entwicklung und Wandel der Social Media Welt. Mir kommt es da eher auf die Ausstrahlung der Person an, als darauf dass sie Influencer ist. Trotzdem habe ich das Glück mit der ein oder anderen Influencerin befreundet zu sein. Da wäre ich ja schon dumm, dies nicht zu nutzen. In dieser Richtung sind auch noch einige Dinge mit recht großen Namen geplant, also lasst euch überraschen.“

Shino Cappushino Photography

Bloggerin Evelina

Mit fast 17.000 Followern hast du selbst eine hohe Reichweite auf Instagram. Siehst du dich auch als Influencer?

„Da ich keine Produkte, Kleidung oder Sonstiges auf meiner Seite präsentiere, denke ich eher nicht. Aber beim „Influencer sein“ geht es ja eher darum eine Art Inspiration, Vorbild oder ähnliches zu sein und ich hoffe ich inspiriere und „entertaine“ den ein oder anderen mit meinen Arbeiten. Ich höre aber öfter mal, dass ich mehr in dieser Richtung machen soll, da die Männer in der „Influencer-Szene“ doch eher unterbesetzt sind und mir das sicher liegen würde. Aber ich stehe eigentlich ungern im Mittelpunkt. Ich bin jemand der sich lieber zwischen den Menschen versteckt, als sich auf die Bühne zu stellen.“

Shino Cappushino

Möchtest du dir neben dem fotografieren noch ein zweites Standbein aufbauen?

„Was viele nicht wissen ist, dass ich ja noch ein Maschinenbau Studium am Laufen habe und die Fotografie eigentlich nur das Studium finanzieren sollte. Allerdings komme ich momentan gar nicht zum Studieren und bin täglich mit der Fotografie und Bildbearbeitung ausgelastet. Aktuell läuft es echt gut und finanziell muss ich mir seit diesem Jahr auch keine Sorgen mehr machen, aber ich halte meine Augen trotzdem immer auf, für neue Ideen und Möglichkeiten. Ideen für ein zweites bzw. drittes oder viertes Standbein sind jedenfalls reichlich vorhanden.“

Shino Cappushino

 

Wir danken Shino für das tolle Interview und wünschen ihm weiterhin alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!

Fotos: Shino Cappushino

Interview: Roya Moslemi

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